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Mit keinen Gummistiefeln für die Artenvielfalt
Nicht jeder meiner Einsätze für Natur- und Artenschutz ist Teil eines Auftrags. Manche erfolgen ehrenamtlich. Gemeinsam mit Violetta Just, Moorbeauftragte des Bund Naturschutz für das Freisinger und Erdinger Moos, Sabine und Heike vom BN Erding sowie weiteren freiwilligen Helfern haben wir heute den Bachlauf im Naturschutzgebiet Gfällach geräumt. Seit der Einrichtung einer dauerhaften und gerechten Wasserteilung im Zulauf erreicht wieder mehr Wasser die wertvollen Feuchtfläch

Martin Orthuber
vor 4 Tagen


Hier entsteht neuer Lebensraum
Nach dem erfolgreichen Aufbau des Amts-Naturgartens am Landgestüt wird ein weiteres staatliches Grundstück in Erding ökologisch aufgewertet. Im Auftrag des Staatlichen Bauamts Freising entwickelt FlowerpowerED bis zum Herbst 2026 neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen auf dem Gelände des Finanzamts Erding. Im Mittelpunkt stehen drei Bereiche: die überwachsenen Pflanzungen entlang der Münchener Straße, die Böschung am Neubau sowie der teilweise verlandete Teich im Garten des

Martin Orthuber
vor 4 Tagen


Amts-Naturgarten: Zweite Förderphase abgeschlossen
Der staatliche Naturgarten des ADBV Erding hat einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt abgeschlossen. Mit Unterstützung des Bayerischen Bauministeriums wurden in einer zweiten Aufwertung zahlreiche Neuerungen zur Förderung der Biodiversität und Klimaresilienz umgesetzt. Neue Eibenpflanzungen stärken die ganzjährige Struktur des Gartens. Der Bereich um die Hainbuche am Hintereingang wurde entsiegelt und ökologisch aufgewertet. Rund um das Wildbienenhaus entstanden Sandflä

Martin Orthuber
vor 6 Tagen


Wie Kahlfraß das Leben fördert
Das Pfaffenhütchen im Naturgarten des ADBV Erding opfert sich nicht freiwillig für den guten Zweck. Was auf den ersten Blick vor allem wie ein Schaden wirkt, hat einen hohen Wert für die vielfältigen Lebenskreisläufe in der Natur. Die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte hat sich auf den Spindelstrauch spezialisiert. Ihre Raupen fressen Blätter, spinnen dichte Netze und werden selbst zu wertvoller Nahrung. Kohlmeisen, Blaumeisen, Buchfinken, Mönchsgrasmücken, Spinnen, Raubwanzen und

Martin Orthuber
22. Mai


Kerstin bringt Extragrün in die Wiese
Noch wirkt vieles unscheinbar im Wiesenkern zwischen Speierling und Silberlinde im Naturgarten des Erdinger Vermessungsamts. Doch unter den Gräsern und zwischen Margeriten, Wiesensalbei und Schafgarbe wächst bereits die nächste Entwicklungsstufe heran. Fenchel, Wilde Malve, Violette, Schwarze, Kleinblumige, Großblumige und Mehlige Königskerze, Kugel- und Kratzdisteln, die seltene Alpendistel, Mannstreu, Wilde Karde und weitere markante Arten werden Akzente setzen. Bereits im

Martin Orthuber
15. Mai


Ein Radschlag zum Dank
Einen schillernden Pfau sollte meine Schwiegermutter zum Geburtstag bekommen. Als Naturliebhaber war mir sofort klar: Zwischen Thuja, Hochbeet und vertrocknetem Kurzrasen würde das edle Tier wohl nicht lange bleiben. Offiziell also ein Geschenk für die Schwiegermutter. In Wahrheit aber auch eines für den Pfau: ein kleines Waldrand-Habitat. Zwischen moosigem Totholz, Wald-Geißbart, Farnen, Wolfsmilch und Schattengräsern scheint er sich inzwischen recht wohlzufühlen. Noch blick

Martin Orthuber
14. Mai


Spezialisten gesucht und gefunden
Vor einer besonderen Herausforderung stehe ich aktuell mit dieser „Grünfläche“ einer Erdinger Wohnanlage. Eigentlich ist sie eher eine Ruderalfläche. Direkt an der Sempt gelegen – und trotzdem extrem trocken. Kaum Feinboden, kaum organische Masse, wenig aktives Bodenleben. Viel Moos, Filz und vertrocknete Graswurzeln. Darunter verdichteter, sandig-lehmiger Boden mit einer massiven Schotterschicht schon ab etwa zehn Zentimetern Tiefe. Und trotzdem: Einige Spezialisten haben da

Martin Orthuber
13. Mai


Drei Zukunftsbäume für den Amts-Naturgarten
Drei neue Bäume ergänzen den Amts-Naturgarten am Landgestüt in Erding. Drei unterschiedliche Strategien – mit einem gemeinsamen Ziel: stabile, klimaresiliente und artenreiche Strukturen. Tilia tomentosa – Silberlinde Ein zentraler Baustein für Insekten. Ihre späte Blüte schließt eine Lücke im Hochsommer, wenn viele andere Gehölze längst verblüht sind. Gleichzeitig ist sie extrem stadtklimafest: hitzeverträglich, trockenheitsresistent, unempfindlich gegenüber Belastungen. Ein

Martin Orthuber
26. Apr.


Amts-Naturgarten besteht Frühjahrstest
20. April. 12 Grad Celsius. Kein Hochsommer. Kein Insektenflugwetter. Und trotzdem: Leben im Amts-Naturgarten. Hummeln, Wildbienen, Schwebfliegen, ein Wollschweber, ein Aurorafalter, ein Tagpfauenauge, dazu parasitische Wespen. Unterschiedliche Strategien, unterschiedliche Ansprüche – gleichzeitig aktiv. Das ist kein Zufall. Ein Naturgarten funktioniert, wenn mehr zusammenkommt als Blüten: offene Bodenstellen für bodennistende Wildbienen, Altgras und Strukturen für Hummeln, R

Martin Orthuber
20. Apr.


Stillleben im Amts-Naturgarten
Kaum ein anderes Element im Garten zeigt die Kreisläufe der Natur deutlicher als Totholz. Wo ein Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte altes Leben endet, beginnen millionenfach neue Prozesse. Mikroorganismen, Pilze, Insekten, Moose und später auch Pflanzen übernehmen. Was still wirkt, ist hochaktiv. Pilze durchziehen das Holz, bauen es um, öffnen Strukturen. Käfer und andere Insekten nutzen diese Strukturen, legen Eier ab, entwickeln sich über Jahre. Vögel folgen. Sie holen sich d

Martin Orthuber
20. Apr.


Neupflanzungen an der Wolfmühle
An der Wolfmühl e in Forstinning entsteht ein neuer Gehölzbestand. Gemeinsam mit Andreas Löffl und Kathrin Nagy wurden Schwarzpappeln ( Populus nigra ), Streuobstbäume und zahlreiche heimische Sträucher wie Liguster und Kornelkirsche gepflanzt. Ausgangspunkt war ein massiver Verlust: Eine alte Allee aus Schwarzpappeln – noch vom Großvater gepflanzt – musste gefällt werden. Die Bäume waren durch Bohrungen und den Einsatz von Glyphosat gezielt geschädigt worden und nicht mehr z

Martin Orthuber
11. Apr.


Neue Nistkästen – angenommen
Im Rahmen der vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr geförderten Maßnahme zur Steigerung des Artenreichtums habe ich im Naturgarten des Vermessungsamts weitere Nistkästen angebracht. Der Anlass war eindeutig: Im vergangenen Jahr waren bereits alle vorhandenen Kästen belegt. Offen war für mich nur eine Frage: Funktioniert der Marderschutz in der Praxis – oder schreckt er die Vögel eher ab? Die Antwort kam schnell. Die Meisen nutzen die Kästen ohne Zöge

Martin Orthuber
7. Apr.


Wiese statt Rasen
Eine artenreiche Wiese ist kein „ungepflegter Rasen“. Sie ist ein anderes System. Stabiler, lebendiger, widerstandsfähiger. 1. Wurzeln entscheiden Wiese: tief + vielschichtig Rasen: flach + einheitlich Wiese durchwurzelt den Boden bis 60 bis 100 cm tief Mischung aus Pfahl- und Feinwurzeln Rasen bleibt meist in den oberen 5 bis 10 cm Folge: Wiese erschließt Wasser und Nährstoffe aus der Tiefe. Rasen ist auf Oberflächenfeuchte angewiesen. 2. Boden lebt oder nicht Rasen: verarmt

Martin Orthuber
6. Apr.


Gut für Hainbuche, Insekten und Menschen
Eine unscheinbare Ecke im Amts-Naturgarten am Landgestüt am Hintereingang des ADBV Erding. Sie ist geprägt von Verdichtung, Versiegelung und funktionalen Restflächen. Im Zentrum: eine alte Hainbuche (Carpinus betulus). Eingeengt zwischen Wegen und Mülltonnenhäusern, mit wenig durchlässigem Boden und kaum aktivem Bodenleben. Wasser und Nährstoffe waren schwer erreichbar. Eine benachbarte Vogelbeere (Sorbus aucuparia) ist an diesen Bedingungen bereits gescheitert. Im Rahmen ein

Martin Orthuber
6. Apr.


Eiben als tragendes Gerüst der Zukunft
Der Standort in der Nähe der alten Hainbuche am Hintereingang des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung ADBV Erding ist anspruchsvoll: Schatten, dichter Wurzelfilz, verdichteter Boden, im Sommer trocken. Kein Ort für empfindliche Pflanzen. Aber ein idealer Ort für eine der robustesten heimischen Gehölzarten: die Eibe. Eiben sind anpassungsfähig. Sie tolerieren Wurzeldruck, kommen mit wenig Licht aus und bleiben auch bei Trockenheit stabil. Immergrün, schnittvertr

Martin Orthuber
6. Apr.


Frisches Grün beim AZV Erdinger Moos
Zum 50-jährigen Bestehen des Abwasserzweckverbands AZV Erdinger Moos durfte ich das zentrale Atrium neu gestalten und bepflanzen. Ziel war es, eine ruhige, langlebige und pflegeleichte Begrünung zu schaffen, die dem Raum eine klare Struktur verleiht und ihn nachhaltig aufwertet. Im Zentrum der Pflanzung steht ein groß gewachsener Ficus lyrata, der als vertikales Leitelement dient und dem Atrium Identität gibt. Ergänzt wird er durch strukturgebende Arten wie Rhapis excelsa un

Martin Orthuber
27. März


vhs Erding: Naturgarten – Jeder Quadratmeter zählt
Am 26. März 2026 halte ich an der VHS Erding einen Vortrag über Naturgärten . Der Anlass ist ernst: In nur etwa 30 Jahren haben wir rund drei Viertel der Insektenmasse verloren . Gleichzeitig liegt in unseren Gärten ein enormes Potenzial. Zusammengenommen nehmen Privatgärten in Deutschland mehr Fläche ein als alle Naturschutzgebiete . Wenn wir diese Flächen naturnah gestalten, können sie zu wichtigen Rückzugsorten für viele bedrohte Arten werden. In meinem Vortrag zeige ich

Martin Orthuber
8. März


Naturgarten intensiv – Inspiration und neue Perspektiv
Wie sich der dramatische Artenrückgang durch naturnahe Gestaltung aufhalten lässt, darum drehte sich mehrere Tage lang alles im Seminar „Naturgarten intensiv“ in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg . Besonders beeindruckt hat mich die Arbeit der Heinz-Sielmann-Stiftung . Ihre Projekte zeigen sehr anschaulich, wie wirkungsvoll vergleichsweise einfache Maßnahmen sein können. Die Umwandlung landwirtschaftlich intensiv genutzter Flächen in sogenannte wilde Weiden kann inne

Martin Orthuber
8. März


Jetzt Mitglied im GaLaBau-Verband
FlowerpowerED Gartenbau ist ab sofort ordentliches Mitglied im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V. Der Aufnahme ging ein mehrstufiges Prüfverfahren voraus: fachliche Bewertung meiner Planungsunterlagen, Prüfung der Betriebsorganisation sowie Besichtigung gestalteter und entwickelter Gärten und Grünanlagen. Abschließend hat das Präsidium meiner Aufnahme als ordentliches Mitglied zugestimmt. Für meine Kunden bedeutet das Standortgerechte Gestaltung mit

Martin Orthuber
16. Feb.


Expedition Oman – Teil 3: Gerettet, empfangen – und zurück zur Forschung
Im Januar 2026 reiste das Team FlowerpowerED in die entlegensten Regionen des Oman – auf der Suche nach Zukunftspflanzen , die Hitze und Trockenheit ebenso überstehen wie Starkregen und Sturzfluten. Nach Teil 1 (Felswände, Terrassenfelder, Höhleneingang) und Teil 2 (Unterwelt, Snake-Canyon, Oasen und Heilkräuter) endete unsere Route schließlich dort, wo alle Wege verschwinden: in der Wüste. Von Wüstenbewohnern gefunden Wer im Sand landet, ist entweder verloren – oder wird

Martin Orthuber
24. Jan.
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