Ein Lebensraum wird sichtbar
- Martin Orthuber

- vor 2 Tagen
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Tagelange Handarbeit und ausgedehnte Moorbäder waren nötig, um den mit Lehm abgedichteten Teich im ehemaligen Klostergarten des Erdinger Finanzamts wieder sichtbar zu machen. Von den Wegen und Gebäuden aus ließ sich bisher nur erahnen, dass sich hinter dem Gestrüpp ein Gewässer verbirgt.

Efeu, ausgedehnte Irisbestände und zahlreiche Gehölzsämlinge hatten die offene Wasserfläche von allen Seiten verkleinert und den Blick versperrt. Ökologisch wertvoll war der Teich bereits. Als Lebensraum und gestalterischer Mittelpunkt des Amtsgartens war er jedoch kaum wahrnehmbar.
Jetzt lockt schon von weitem das spiegelnde Wasser an sein Ufer. Libellen ziehen über die Oberfläche. Am Rand lassen sich Erdkröten und Bergmolche entdecken.
Die Öffnung bedeutet keine vollständige Räumung. Auf einer Seite bleiben dichte, ungestörte Rückzugsbereiche erhalten. An ausgewählten Stellen entstanden dagegen flache Zugänge, offene Kiesufer und tiefere Wasserzonen. Unterschiedliche Übergänge zwischen Wasser und Land bieten künftig mehr Nischen für Pflanzen und Kleintiere. Zugleich können Besucher das Leben am Teich wieder beobachten.

Auf der gegenüberliegenden Seite wartet bereits ein Abschnitt eines alten Kastanienstamms auf seine Bohrungen. Als Quellstamm wird er künftig die sommerliche Wasserzufuhr aus dem Brunnen sichtbar machen. Im Herbst soll er zwischen Wasser-, Sumpf- und Uferpflanzen eingebettet werden.

Der Teich war schon vorher ein Lebensraum. Jetzt ist er auch als solcher zu erkennen.
Die ökologische Aufwertung des Geländes erfolgt im Auftrag des Staatlichen Bauamts Freising. Die Maßnahme wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr gefördert.





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