Great Dixter – Vielfalt, die begeistert
- Martin Orthuber

- 21. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Nach meinem inspirierenden Abstecher nach Sissinghurst führte mich meine Englandreise weiter nach Great Dixter. Der historische Landsitz in East Sussex wurde von Edwin Lutyens für die Familie Lloyd umgestaltet und später von Christopher Lloyd zu einem weltweit bekannten Gartenexperiment entwickelt.
Was mich sofort gepackt hat, ist der unglaubliche Artenreichtum: Stauden, Ziergräser, Gehölze und immer wieder Einjährige, die sich selbst aussäen dürfen. Diese Mischung aus Zulassen und punktueller Pflege ist genau mein Ansatz. Das Nötigste pflegen – und ansonsten der Natur vertrauen, dass sie spannende Kombinationen hervorbringt.
Die legendäre „Long Border“, die ausdrucksstarken Wiesen und die vielen Selbstaussaaten sorgen für eine dauernde Veränderung. Farbexplosionen wechseln mit transparenten Strukturen. Es entsteht ein lebendiger Garten, der sich jedes Jahr neu erfindet.
Natürlich ist nicht alles direkt auf unsere bayerischen Bedingungen übertragbar. Pflanzen wie Kirschlorbeer oder Thuja, die hier eingesetzt werden, sind für meine Projekte ohnehin kein Thema – tierfreundliche Arten stehen für mich klar im Vordergrund.
Doch die Grundidee von Great Dixter – Gestaltungsfreude, Biodiversität und kontrollierte Wildheit– passt perfekt in mein Konzept naturnaher, klimaresilienter Gärten.
Wer sich für mutige Pflanzkombinationen interessiert oder Inspiration für lebendige Gärten sucht, findet in Great Dixter einen wahren Ideenschatz.

























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