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Amts-Naturgarten besteht Frühjahrstest

  • Autorenbild: Martin Orthuber
    Martin Orthuber
  • 20. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen


20. April. 12 Grad Celsius. Kein Hochsommer. Kein Insektenflugwetter.

Und trotzdem: Leben im Amts-Naturgarten.


Hummeln, Wildbienen, Schwebfliegen, ein Wollschweber, ein Aurorafalter, ein Tagpfauenauge, dazu parasitische Wespen. Unterschiedliche Strategien, unterschiedliche Ansprüche – gleichzeitig aktiv.


Das ist kein Zufall.


Ein Naturgarten funktioniert, wenn mehr zusammenkommt als Blüten:

offene Bodenstellen für bodennistende Wildbienen, Altgras und Strukturen für Hummeln, Rückzugsräume, Ruhe. Und ein durchgehendes Nahrungsangebot – genau dann, wenn es gebraucht wird.


Der 20. April ist eine Schlüsselphase. Die ersten Hummelköniginnen sind unterwegs und müssen ihre Völker gründen. Wildbienen starten in ihre kurze Flugzeit. Viele Arten haben nur wenige Wochen. Wenn jetzt Energie fehlt, fehlt sie im ganzen Jahr.


Auffällig: der Löwenzahn.

Oft unterschätzt, oft entfernt. Hier ist er Dreh- und Angelpunkt.

Er blüht früh, flächig, zuverlässig. Er liefert gleichzeitig Nektar und Pollen. Und er funktioniert auch bei niedrigen Temperaturen.


Besonders spannend: der Wollschweber.

Seine Larven leben parasitisch in den Nestern von Wildbienen. Er kommt nur dort vor, wo viele bodennistende Arten existieren. Ein Zeichen für ein funktionierendes System – inklusive zweiter Ebene.


Auch der Aurorafalter ist kein Zufallsgast.

Seine Raupen sind an bestimmte Pflanzen gebunden. Er zeigt: nicht nur Nahrung, sondern auch Fortpflanzung ist möglich.


Viele dieser Arten sind unscheinbar. Klein. Leise. Schnell übersehen. Aber genau sie machen den Unterschied.

Was hier sichtbar wird, ist kein Einzelbild. Es ist ein Zusammenspiel.

Blüten. Boden. Struktur. Zeit.



Angelegt von FlowerpowerED Gartenbau – gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr zur Steigerung der Biodiversität.



 
 
 

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