Spezialisten gesucht und gefunden
- Martin Orthuber

- vor 12 Minuten
- 1 Min. Lesezeit

Vor einer besonderen Herausforderung stehe ich aktuell mit dieser „Grünfläche“ einer Erdinger Wohnanlage. Eigentlich ist sie eher eine Ruderalfläche. Direkt an der Sempt gelegen – und trotzdem extrem trocken.
Kaum Feinboden, kaum organische Masse, wenig aktives Bodenleben. Viel Moos, Filz und vertrocknete Graswurzeln. Darunter verdichteter, sandig-lehmiger Boden mit einer massiven Schotterschicht schon ab etwa zehn Zentimetern Tiefe.
Und trotzdem: Einige Spezialisten haben das trockene Frühjahr erstaunlich gut überstanden. Darunter Wiesensalbei, Natternkopf, Oregano, Kleines Habichtskraut und die Bunte Kronwicke.
Nachdem die Pflege der Fläche dieses Jahr auf mich übergegangen ist, wird hier vorerst nicht mehr gemäht. Die vorhandenen Arten sollen aussamen dürfen und sich möglichst selbst weiterentwickeln.
Zusätzlich habe ich heute ein Experiment begonnen. Eingezogen sind erste trockenheitsverträgliche Stauden, Sedum-Arten, Gräser, Thymian, Kartäusernelken, Sonnenröschen, Kugellauch und sogar eine Palmlilie. Manche Arten dürften scheitern. Andere könnten genau hier ihre Nische finden.
Eine fantastische Staudengärtnerei für heimische Raritäten und Spezialisten aller Art ist übrigens Extragrün in Freising.
Ein paar Kannen Wasser aus der Sempt konnte ich den Pflanzen zum Start spendieren. Eine Bewässerung gibt es hier ansonsten nicht. Jetzt übernehmen Wetter, Standort und die erstaunlichen Fähigkeiten der Natur.
Ich hoffe, im Laufe der Zeit deutlich lebendigere Bilder dieser Fläche zeigen zu können.

















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