Neue Nistkästen – angenommen
- Martin Orthuber

- 7. Apr.
- 1 Min. Lesezeit

Im Rahmen der vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr geförderten Maßnahme zur Steigerung des Artenreichtums habe ich im Naturgarten des Vermessungsamts weitere Nistkästen angebracht.
Der Anlass war eindeutig: Im vergangenen Jahr waren bereits alle vorhandenen Kästen belegt.
Offen war für mich nur eine Frage: Funktioniert der Marderschutz in der Praxis – oder schreckt er die Vögel eher ab?
Die Antwort kam schnell. Die Meisen nutzen die Kästen ohne Zögern. Sie zwängen sich problemlos durch den Schutzkorb und beginnen mit der Brut.
Bereits regelmäßig zu sehen: Amsel, Rotkehlchen, Haussperling, Tauben, Elster, Krähen.
Das Potenzial geht deutlich weiter. Die Strukturen sind vorhanden:
Totholzhecken
Weißdorn, Schlehe, Wildrosen
Efeu
junge Eibenpflanzungen
Dichte, Nahrung, Schutz. Genau das, was viele Arten brauchen.
Möglich wären daher auch: Zaunkönig, Heckenbraunelle, Grasmücken, Finken. Mit etwas Glück sogar der Neuntöter.
Nistkästen sind kein Ersatz für Lebensraum. Aber sie wirken sofort.
Wenn sie eingebettet sind in ein dichtes, vielfältiges Gefüge aus Gehölzen, Krautschicht und Totholz, entsteht mehr als ein Brutplatz: ein funktionierendes kleines Ökosystem.











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